Xentral Shopify Integration 2026 - Schritt-für-Schritt Anleitung
Shopify mit Xentral verbinden: Komplette Anleitung für die Integration. Aufträge synchronisieren, Bestände abgleichen, Varianten zuordnen, häufige Fehler vermeiden.

Du hast einen Shopify-Shop und willst ihn mit Xentral verbinden? Eine gute Entscheidung, die dein Business auf das nächste Level hebt. Aber ich will dir nichts vormachen: Die Integration kann tricky sein, besonders wenn du viele Varianten hast oder bestimmte Workflows brauchst.
In den letzten Jahren habe ich dutzende Shopify-Xentral-Integrationen eingerichtet – von kleinen Ein-Produkt-Shops bis zu großen Stores mit tausenden Artikeln. Die Erfahrungen, die ich dabei gesammelt habe, fließen in diese Anleitung ein. Du bekommst nicht nur die technischen Schritte, sondern auch die Tipps, die in keiner offiziellen Dokumentation stehen.
Warum diese Integration so wichtig ist
Bevor wir in die technischen Details einsteigen, möchte ich kurz erklären, warum die Shopify-Xentral-Integration für viele E-Commerce-Unternehmen ein Gamechanger ist.
Ohne Integration arbeitest du mit zwei getrennten Systemen. Bestellungen musst du manuell übertragen oder exportieren und importieren. Lagerbestände pflegst du an zwei Stellen. Das funktioniert bei wenigen Bestellungen pro Tag, aber sobald das Volumen steigt, wird es zum Albtraum. Du verlierst Übersicht, machst Fehler, überverkaufst Artikel, die nicht mehr da sind.
Mit einer funktionierenden Integration passiert das Folgende: Kommt eine Bestellung in Shopify rein, erscheint sie automatisch in Xentral. Der Lagerbestand wird reserviert, die Rechnung kann erstellt werden, der Versandprozess startet. Wenn du den Artikel versendest und die Tracking-Nummer einträgst, bekommt dein Kunde automatisch eine Versandbestätigung über Shopify. Und wenn sich der Bestand in Xentral ändert – durch neue Ware, Retouren oder Inventur – wird Shopify automatisch aktualisiert.
Das Ergebnis ist eine einzige Quelle der Wahrheit für deine Daten. Du pflegst Artikel, Preise und Bestände in Xentral, und alle angebundenen Kanäle werden automatisch synchronisiert. Das spart nicht nur Zeit, sondern verhindert auch Fehler.
Was synchronisiert wird – und was nicht
Bevor du mit der Einrichtung beginnst, solltest du verstehen, was die Integration kann und was nicht. Das verhindert falsche Erwartungen und hilft dir, deine Prozesse entsprechend zu planen.
Was automatisch synchronisiert wird
Die Shopify-Xentral-Integration über den Connect synchronisiert folgende Daten automatisch:
Von Shopify zu Xentral:
- Neue Bestellungen mit allen Details wie Kunde, Adresse, Artikel, Preise
- Zahlungsstatus und Zahlungsmethode
- Kundendaten bei Neuanlage
- Notizen und Tags der Bestellung
Von Xentral zu Shopify:
- Lagerbestände in Echtzeit oder im Intervall
- Versandstatus und Tracking-Nummern
- Optional: Preise und Artikeldaten
Was nicht automatisch synchronisiert wird
Einige Dinge musst du manuell handhaben oder über Workarounds lösen:
Artikelbilder: Die Integration ist primär für operative Daten gedacht. Bilder und Medien musst du in Shopify pflegen oder über die API separat synchronisieren.
Beschreibungen: Produktbeschreibungen werden nicht bidirektional synchronisiert. Du musst entscheiden, ob Shopify oder Xentral die führende Quelle ist.
Kategorien und Collections: Shopify-Collections und Xentral-Warengruppen sind unterschiedliche Konzepte. Eine automatische Zuordnung gibt es nicht.
Stornierungen: Wenn du eine Bestellung in Xentral stornierst, wird das nicht automatisch in Shopify umgesetzt. Das musst du manuell machen.
Diese Einschränkungen sind wichtig zu kennen, damit du deine Prozesse entsprechend gestalten kannst.
Bevor du startest: Voraussetzungen prüfen
Eine gründliche Vorbereitung spart dir später viel Ärger. Hier ist, was du brauchst.
In Xentral
Du benötigst einen aktiven Xentral-Account, mindestens im Starter-Paket. Das Launch-Paket unterstützt zwar grundsätzlich Integrationen, aber der Shopify Connector ist erst ab Starter verfügbar.
Außerdem sollte mindestens ein Lager angelegt sein. Das klingt offensichtlich, aber ich habe schon Kunden gesehen, die ohne Lager starten wollten. Die Integration braucht ein Lager als Quelle für die Bestandsdaten.
Deine Grundstammdaten sollten ebenfalls vorhanden sein: Zahlungsarten, Versandarten, mindestens ein Projekt für die Aufträge. Wenn du das noch nicht eingerichtet hast, ist jetzt der richtige Zeitpunkt.
In Shopify
Du brauchst Admin-Zugang zu deinem Store – nicht nur Mitarbeiter-Zugang, sondern echte Admin-Rechte. Die App-Installation erfordert bestimmte Berechtigungen, die nur Admins haben.
Dein Shop sollte live sein, also nicht im Passwort-Modus. Die Integration funktioniert nicht mit geschützten Development-Stores. Wenn du noch im Aufbau bist, kannst du den Passwort-Schutz temporär deaktivieren, die Integration einrichten, und danach wieder aktivieren.
Die richtige Schnittstelle wählen
Xentral bietet zwei Möglichkeiten, Shopify anzubinden:
| Schnittstelle | Status | Empfehlung |
|---|---|---|
| Shopify Connector (Connect) | Aktiv entwickelt | Empfohlen für alle neuen Projekte |
| Shopimporter (Classic) | Legacy | Nur für bestehende Setups |
Der Shopify Connector ist die moderne Variante und wird aktiv weiterentwickelt. Er läuft als separater Container, was die Performance verbessert und mehr Stabilität bietet. Der alte Shopimporter funktioniert zwar noch, bekommt aber keine neuen Features mehr.
Diese Anleitung bezieht sich auf den Shopify Connector. Wenn du noch den alten Shopimporter nutzt, empfehle ich eine Migration – der Aufwand lohnt sich.
Teil 1: Den Connector in Xentral installieren
Die Installation des Connectors ist der erste Schritt. Hier passieren noch keine Daten-Synchronisationen, sondern du bereitest lediglich Xentral auf die Verbindung vor.
Schritt 1.1: Zum Connector navigieren
Öffne Xentral und klicke auf das Zahnrad-Symbol oben rechts, um in die Einstellungen zu gelangen. Von dort navigierst du zu "Einstellungen", dann "Verkaufen", dann "Shops/Marktplätze". In der Liste der verfügbaren Integrationen findest du den "Shopify Connector".
Falls du den Connector nicht siehst, prüfe dein Xentral-Paket. Im Launch-Paket ist er möglicherweise nicht verfügbar oder muss separat aktiviert werden.
Schritt 1.2: Die App installieren
Klicke auf "Install App". Im Hintergrund wird jetzt ein Docker-Container gestartet, der den Connector betreibt. Das kann ein bis zwei Minuten dauern – hab Geduld.
Nach der Installation lädt die Seite neu, und du siehst das Connector-Dashboard. Das ist eine eigene Oberfläche innerhalb von Xentral, in der du alle Integrationen verwaltest.
Ein häufiges Problem an dieser Stelle: Manchmal bleibt die Seite hängen oder zeigt einen Fehler. In den meisten Fällen hilft es, die Seite einfach neu zu laden (F5) oder ein paar Minuten zu warten. Falls das Problem bestehen bleibt, liegt es oft an der Xentral-Instanz selbst – kontaktiere in dem Fall den Support.
Teil 2: Deinen Shopify-Store verbinden
Jetzt wird es ernst: Du verbindest deinen Shopify-Store mit Xentral. Dieser Schritt erfordert Admin-Zugang zu Shopify.
Schritt 2.1: Neue Integration anlegen
Im Connector-Dashboard klickst du auf "+ Neue Integration". Vergib einen aussagekräftigen Namen – bei mehreren Shops ist das wichtig. Ich empfehle etwas wie "Hauptshop DE" oder "Shopify B2C", damit du später weißt, was was ist.
Schritt 2.2: Die Verbindung autorisieren
Die empfohlene Methode ist die Public App Installation. Du gibst deine Shopify-URL ein, und zwar nur den Shop-Namen ohne Protokoll und Domain. Also wenn dein Shop unter "mein-toller-shop.myshopify.com" erreichbar ist, gibst du nur "mein-toller-shop" ein.
Klicke auf "Verbinden". Du wirst zu Shopify weitergeleitet. Falls du nicht eingeloggt bist, musst du dich jetzt anmelden. Shopify zeigt dir dann die Berechtigungen, die der Connector braucht. Lies sie dir durch – es geht um Bestellungen, Produkte, Bestände und Kunden.
Klicke auf "App installieren", und du wirst zurück zu Xentral geleitet. Wenn alles geklappt hat, siehst du "Verbindung erfolgreich".
Falls es nicht klappt: Scroll runter zum Troubleshooting-Abschnitt, dort gehe ich auf die häufigsten Fehler ein.
Teil 3: Die Features konfigurieren
Nach erfolgreicher Verbindung musst du konfigurieren, welche Daten wie synchronisiert werden. Das ist der wichtigste Teil der Einrichtung, denn hier entscheidest du, wie dein System funktioniert.
Überblick der verfügbaren Features
| Feature | Funktion | Meine Empfehlung |
|---|---|---|
| Aufträge importieren | Bestellungen von Shopify nach Xentral | Immer aktivieren |
| Lagerbestände sync | Bestand von Xentral nach Shopify | Immer aktivieren |
| Preise synchronisieren | Preise von Xentral nach Shopify | Nur wenn Xentral führt |
| Artikel übertragen | Stammdaten synchronisieren | Nach Bedarf |
Schritt 3.1: Auftrags-Import konfigurieren
Klicke auf "Aufträge" und nimm folgende Einstellungen vor:
Welche Aufträge importieren? Der wichtigste Filter ist der Bestellstatus. Ich empfehle, nur Bestellungen mit Status "Processing" zu importieren. Das sind bezahlte Bestellungen, die versandbereit sind. "Pending"-Bestellungen sind noch nicht bezahlt – die willst du normalerweise nicht in Xentral haben, weil sie die Statistiken verfälschen und unnötig Kapazität binden.
In welches Projekt? Wähle ein Xentral-Projekt für die Shopify-Aufträge. Ich empfehle, ein eigenes Projekt anzulegen wie "Shopify Verkäufe" oder "B2C Shop". So kannst du später einfacher auswerten, welche Umsätze über welchen Kanal kommen.
Zahlungsstatus: Je nach Zahlungsmethode in Shopify setzt du hier den Status in Xentral. Für PayPal, Kreditkarte und andere sofortige Zahlungen empfehle ich "bezahlt". Für Rechnung oder Vorkasse "offen", damit du den Zahlungseingang manuell bestätigen kannst.
Kundenzuordnung: Konfiguriere, wie mit Kunden umgegangen wird. Bei Neukunden kann Xentral automatisch einen neuen Kundenstammsatz anlegen. Bei Bestandskunden kann über die E-Mail-Adresse zugeordnet werden.
Speichere die Einstellungen, bevor du weitermachst.
Schritt 3.2: Bestands-Synchronisation konfigurieren
Klicke auf "Lagerbestände" und nimm diese Einstellungen vor:
Welches Lager? Wähle das Xentral-Lager, dessen Bestand zu Shopify übertragen werden soll. Bei Multi-Lager-Setups musst du entscheiden: Summierst du alle Lager, oder ist ein bestimmtes Lager für den Online-Verkauf zuständig?
Ein Tipp aus der Praxis: Wenn du ein Hauptlager und ein Außenlager hast, und beide sollen online verkaufbar sein, summiere die Bestände. Wenn du ein dediziertes E-Commerce-Lager hast und ein B2B-Lager, das nicht online verkauft werden soll, wähle nur das E-Commerce-Lager.
Puffer-Menge: Optional kannst du eine Sicherheits-Reserve einstellen. Wenn du hier "5" eingibst, zeigt Shopify immer 5 Stück weniger an als tatsächlich in Xentral sind. Das schützt vor Überverkäufen bei zeitverzögerter Synchronisation. Ich empfehle einen Puffer von 2-3 Stück bei schnelldrehenden Artikeln.
Sync-Intervall: Standard ist alle 15 Minuten, was für die meisten Shops ausreicht. Bei High-Volume-Shops mit schnellen Abverkäufen kann ein kürzeres Intervall sinnvoll sein. Bedenke aber, dass häufigere Syncs mehr Ressourcen verbrauchen.
Teil 4: Artikel richtig zuordnen
Die Artikelzuordnung ist der Bereich, in dem die meisten Probleme auftreten. Xentral und Shopify müssen wissen, welcher Artikel in System A dem Artikel in System B entspricht. Das passiert über Matching-Felder.
Das SKU-Matching verstehen
Der einfachste Fall ist identische SKUs in beiden Systemen. Wenn dein Artikel in Shopify die SKU "ABC123" hat und in Xentral die Artikelnummer ebenfalls "ABC123" ist, erfolgt die Zuordnung automatisch. Keine weitere Konfiguration nötig.
In der Praxis sieht es oft anders aus. Vielleicht hast du in Xentral ausführlichere Artikelnummern, oder Shopify hat abweichende SKUs, weil jemand sie vor Jahren anders angelegt hat. Dann brauchst du Fremdnummern.
Fremdnummern einrichten
Fremdnummern sind ein Xentral-Feature, das es ermöglicht, für jeden Artikel zusätzliche Nummern zu hinterlegen, die in externen Systemen verwendet werden. So richtest du sie ein:
Öffne den Artikel in Xentral und klicke auf den Reiter "Fremdnummern". Hier legst du einen neuen Eintrag an. Als Shop wählst du "Shopify" (oder den Namen deiner Integration). Als Nummer gibst du die Shopify-SKU oder Produkt-ID ein.
Nach dem Speichern weiß Xentral: "Wenn Shopify den Artikel XYZ bestellt, ist das unser Artikel ABC."
Der Sonderfall Varianten
Varianten sind der häufigste Stolperstein. Shopify behandelt Varianten als eigenständige Objekte mit eigenen IDs, während Xentral Varianten oft anders strukturiert.
Bei Shopify hat jede Variante eine eindeutige Varianten-ID, die sich von der Produkt-ID unterscheidet. Für eine saubere Zuordnung musst du diese Varianten-IDs als Fremdnummern hinterlegen.
So findest du die Varianten-ID: Gehe in Shopify zum Produkt, klicke auf eine Variante, und schau in die URL. Am Ende steht eine lange Nummer – das ist die Varianten-ID. Alternativ kannst du die Shopify-API oder Browser-Entwicklertools nutzen.
Für jeden Varianten-Artikel in Xentral legst du dann eine Fremdnummer mit der entsprechenden Varianten-ID an.
Ja, das ist bei vielen Varianten aufwändig. Bei Shops mit tausenden Varianten lohnt sich ein Import-Script, das die Zuordnung automatisiert. Das kann ich bei Bedarf für dich einrichten.
Teil 5: Testen vor dem Go-Live
Bevor du die Integration produktiv schaltest, solltest du gründlich testen. Nichts ist ärgerlicher als Probleme, die erst auffallen, wenn echte Kundenbestellungen betroffen sind.
Test 1: Manueller Sync
Gehe zum Connector-Journal und klicke auf "Manueller Sync". Der Connector versucht jetzt, alle konfigurierten Daten zu synchronisieren. Prüfe danach die Ergebnisse:
Wurden Aufträge importiert? Wenn ja, stimmen die Daten? Öffne einen importierten Auftrag in Xentral und vergleiche ihn mit der Original-Bestellung in Shopify. Adresse, Artikel, Preise, Zahlungsstatus – alles sollte übereinstimmen.
Wurden Bestände übertragen? Prüfe in Shopify, ob die Bestandszahlen mit Xentral übereinstimmen.
Gibt es Fehler im Log? Das Journal zeigt alle Synchronisations-Aktivitäten und Fehler. Lies es aufmerksam durch.
Test 2: Test-Bestellung durchführen
Erstelle eine echte Test-Bestellung in deinem Shopify-Shop. Nutze einen Test-Artikel und eine Test-Adresse (deine eigene funktioniert gut). Schließe die Bestellung ab und warte ein paar Minuten.
Prüfe dann in Xentral: Ist die Bestellung angekommen? Wurde der richtige Artikel zugeordnet? Stimmen alle Felder?
Wenn du einen Testbezahl-Service wie Bogus Gateway nutzt, kannst du auch den Zahlungsfluss testen.
Test 3: Bestands-Synchronisation prüfen
Ändere in Xentral den Bestand eines Test-Artikels – zum Beispiel von 100 auf 95. Warte auf den nächsten Sync oder stoße ihn manuell an. Prüfe in Shopify, ob sich der Bestand geändert hat.
Teste auch den umgekehrten Fall: Was passiert, wenn eine Bestellung den Bestand reduziert? Wird Xentral korrekt aktualisiert?
Teil 6: Produktiv schalten
Wenn alle Tests erfolgreich waren, kannst du die Integration live schalten.
Gehe zu den Connector-Einstellungen und setze den Integrationsmodus auf "Aktiv". Aktiviere den automatischen Sync. Speichere alles.
Ab jetzt läuft die Synchronisation automatisch. Neue Bestellungen in Shopify erscheinen in Xentral, Bestandsänderungen werden zurückgespielt.
Herzlichen Glückwunsch! Dein Shopify-Store ist jetzt mit Xentral verbunden.
Praxis-Beispiel: Eine echte Integration
Damit du ein Gefühl für den Aufwand und die Ergebnisse bekommst, hier ein anonymisiertes Beispiel aus meiner Praxis.
Die Ausgangssituation: Ein Onlineshop für Outdoor-Zubehör mit circa 1.200 Produkten und 8.000 Varianten. Monatlich etwa 800 Bestellungen, hauptsächlich über Shopify. Bisher wurden Bestellungen manuell von Shopify nach Xentral übertragen – ein Mitarbeiter war täglich eine Stunde damit beschäftigt.
Die Herausforderungen: Die große Anzahl an Varianten machte die Einrichtung aufwändig. Außerdem gab es abweichende SKUs, weil der Shop historisch gewachsen war. Einige Produkte hatten Bundles, die es so in Xentral nicht gab.
Der Lösungsweg: Zuerst haben wir ein SKU-Mapping erstellt, das die Shopify-SKUs den Xentral-Artikelnummern zuordnet. Das war Excel-Arbeit – zeitaufwändig, aber notwendig.
Dann haben wir die Fremdnummern per Import in Xentral angelegt. Ein CSV-Import mit 8.000 Zeilen, der aber nur wenige Minuten dauerte.
Die Bundle-Produkte haben wir als Stücklisten in Xentral abgebildet. Wenn jemand das Bundle in Shopify bestellt, wird in Xentral automatisch die Stückliste aufgelöst.
Das Ergebnis: Die tägliche Stunde manuelle Arbeit ist Geschichte. Bestellungen erscheinen automatisch in Xentral, Tracking-Nummern gehen automatisch an die Kunden zurück. Die Bestandssynchronisation läuft alle 15 Minuten.
Der Aufwand: Die gesamte Integration hat inklusive Vorbereitung, Einrichtung und Testing etwa 20 Stunden gedauert. Der Hauptaufwand war das SKU-Mapping und die Varianten-Zuordnung.
Häufige Fehler und Lösungen
Auch bei sorgfältiger Einrichtung können Probleme auftreten. Hier die häufigsten und ihre Lösungen.
Fehler: Shop kann nicht verbunden werden
Mögliche Ursachen: Die Shop-URL ist falsch geschrieben. Denk daran: nur der Shop-Name, nicht die vollständige URL. Ein weiterer häufiger Grund ist, dass der Shop im Passwort-Modus ist. Manchmal blockieren auch Firewalls oder Proxies die Verbindung.
Lösung: Prüfe die URL noch einmal. Deaktiviere temporär den Passwort-Schutz. Bei Firmennetzwerken kann es helfen, die Verbindung von einem anderen Netzwerk aus zu testen.
Fehler: Aufträge werden nicht importiert
Mögliche Ursachen: Der Status-Filter ist falsch konfiguriert – vielleicht werden nur "Processing"-Aufträge importiert, aber deine Bestellungen haben einen anderen Status. Oder es ist kein Projekt zugewiesen, in das die Aufträge importiert werden können.
Lösung: Prüfe die Filter-Einstellungen. Schau dir den Status deiner Testbestellung in Shopify an und stelle sicher, dass dieser Status im Filter enthalten ist. Stelle sicher, dass ein Projekt ausgewählt ist.
Fehler: Bestände stimmen nicht überein
Mögliche Ursachen: Das falsche Lager ist als Quelle gewählt. Die SKU-Zuordnung funktioniert nicht korrekt. Bei Varianten fehlen möglicherweise die Fremdnummern.
Lösung: Prüfe systematisch: Ist das richtige Lager konfiguriert? Werden die SKUs korrekt gematcht? Öffne einen betroffenen Artikel und prüfe die Fremdnummern.
Fehler: Varianten werden nicht erkannt
Ursache: Shopify verwendet Varianten-IDs, die sich von den SKUs unterscheiden. Ohne korrekte Fremdnummer-Zuordnung kann Xentral die Variante nicht identifizieren.
Lösung: Ermittle die Varianten-ID in Shopify und hinterlege sie als Fremdnummer in Xentral für den entsprechenden Varianten-Artikel.
Pro-Tipps für den Betrieb
Nach der Einrichtung gibt es einige Best Practices, die den Betrieb verbessern.
Vertriebskanal einrichten
Lege in Xentral einen Vertriebskanal "Shopify" an und weise alle Shopify-Aufträge diesem Kanal zu. So kannst du später leicht auswerten, welcher Umsatz über den Online-Shop kam, welche Marge du dort hast, und wie sich der Kanal entwickelt.
Xentral als führendes System nutzen
Entscheide dich, welches System die Wahrheit ist – und das sollte Xentral sein. Pflege Preise, Beschreibungen und Stammdaten primär in Xentral und synchronisiere sie zu Shopify. Nicht umgekehrt. Eine einzige Quelle der Wahrheit verhindert Inkonsistenzen.
Bestellstatus zurückmelden
Konfiguriere die Rückmeldung des Versandstatus. Wenn du in Xentral einen Auftrag als versendet markst und die Tracking-Nummer einträgst, sollte das automatisch zu Shopify gehen. Der Kunde bekommt dann die Shopify-Versandbenachrichtigung mit Tracking-Link. Das ist professionell und spart dir manuelle Arbeit.
Journal regelmäßig prüfen
Schau mindestens wöchentlich ins Connector-Journal. Kleine Fehler – ein nicht gematchter Artikel, eine fehlgeschlagene Synchronisation – fallen so früh auf. Wenn du sie ignorierst, können sie sich zu größeren Problemen auswachsen.
Häufige Fragen (FAQ)
Wie schnell werden neue Bestellungen importiert?
Das hängt vom konfigurierten Sync-Intervall ab. Standard ist alle 15 Minuten. Bei Bedarf kann das Intervall verkürzt werden. Echtzeit-Import ist über Webhooks möglich, erfordert aber zusätzliche Konfiguration.
Kann ich mehrere Shopify-Shops mit einer Xentral-Instanz verbinden?
Ja, das ist möglich. Du legst für jeden Shop eine eigene Integration an. Achte darauf, unterschiedliche Projekte und Vertriebskanäle zu nutzen, damit du die Daten später auseinanderhalten kannst.
Was passiert bei einer Stornierung in Shopify?
Stornierungen werden nicht automatisch synchronisiert. Du musst den Auftrag in Xentral manuell stornieren. Das ist ein bekanntes Limit der Integration.
Funktioniert die Integration auch mit Shopify Plus?
Ja, Shopify Plus wird unterstützt. Es gibt keine besonderen Einschränkungen.
Können auch B2B-Preise synchronisiert werden?
Das hängt von deinem Shopify-Setup ab. Wenn du die Shopify B2B-Features nutzt, ist die Integration komplexer. Sprich mich an, wenn du das brauchst.
Was kostet die Integration monatlich?
Der Shopify Connector ist in den meisten Xentral-Paketen enthalten. Es gibt keine separaten monatlichen Kosten für die Grundfunktionalität. Manche erweiterte Features können zusätzlich kosten.
Checkliste nach der Einrichtung
Bevor du die Integration als abgeschlossen betrachtest, geh diese Liste durch:
- Test-Auftrag erfolgreich importiert
- Alle Artikelzuordnungen funktionieren
- Varianten werden korrekt erkannt
- Bestände werden synchronisiert
- Tracking-Übermittlung funktioniert
- Journal zeigt keine Fehler
- Produktivmodus ist aktiviert
- Team ist eingewiesen
Nächste Schritte
Nach der erfolgreichen Shopify-Anbindung kannst du weitere Integrationen einrichten:
- DATEV einrichten – Buchhaltung automatisieren – Mehr zu Integrationen
- Versanddienstleister anbinden – DHL, DPD, Hermes automatisieren – Mehr zu Integrationen
- Automatisierung mit Flows – Prozesse automatisieren – Zum Flows-Guide
Brauchst du Unterstützung?
Die Shopify-Integration kann tricky sein – besonders bei vielen Varianten, abweichenden SKUs oder speziellen Anforderungen. Ich habe dutzende dieser Integrationen eingerichtet und kenne die Fallstricke.
Bei Interesse richte ich dir die Verbindung professionell ein, inklusive SKU-Mapping, Varianten-Zuordnung und Testing. Mein Stundensatz liegt bei 120 EUR, und im kostenlosen Erstgespräch gebe ich dir eine Aufwandsschätzung.

Xentral Berater & E-Commerce Experte
Nach dem Aufbau eines eigenen Logistik-Business mit 3.5M EUR Jahresumsatz berate ich heute KMU bei der Xentral-Einführung. Praktiker-Wissen statt Theorie.
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